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Stellungnahme der REALO SHG vom 13.07.2010 

Stellungnahme der REALO SHG vom 13.07.2010 (u. a. zur Pressemitteilung von TrIQ e.V. vom Juli 2010)


Geschlechtsangleichende Operationen sind keine Men­schenrechtsverletzung sondern ein Menschenrecht!

Um die unterschiedlichen Meinungen zu verstehen, muss man wissen, dass es zwei grund­sätzlich unterschiedliche Gruppen von Menschen mit abweichendem „Geschlechts-“ bzw. Geschlechterrollenempfinden gibt:

Anmerkung: Um diesen Text im Weiteren nicht zu verkomplizieren gehen wir bei operativen Veränderungen und allgemein hier beispielhaft von Mann zu Frau aus, im Falle Frau zu Mann sind natürlich andere Medizinischen Maßnahmen notwendig, bzw. eben der richtige Passeintrag entsprechend des Geschlechtsemfindens männlich etc..

Eine Gruppe leidet sehr darunter, im sozialen Leben nicht in der empfundenen, wahren Geschlechtsrolle (engl. gender) wahrgenommen zu werden. Weiterhin lehnt diese Gruppe der Betroffenen eine geschlechtsangleichende Genital-OP aus verschiedensten Gründen ab oder empfindet diese als nicht notwendig (bzw. gar als Kastration o. ä.). Dem Leidensdruck  und dem Recht auf ein erfülltes Leben trägt das aktuelle Transssexuellengesetz (TSG) mit der sogenannten „kleinen Lösung“ (der Vornamensänderung, ggf. mit Eintragung „weiblich“ im Reisepass, weiblicher Rentenversicherungsnummer und Alltags-Dokumente) Rechnung.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass zumindest einige dieser ersten Gruppe von Betroffenen - der Einfachheit halber wegen des Leidensdrucks mit Ziel des Lebens in der entsprechenden Geschlechterrolle „Transgender“ (kurz TG) genannt -andere OPs (nicht am Genital, aber z.B. Gesicht, Brust,...) nicht ablehnen, sondern wünschen.

Die zweite Gruppe von Betroffenen leidet in erster Linie unter der Diskrepanz des eigenen Körpers (inklusive des Genitals) mit dem eigenen Bewusstsein des Geschlechts. Auch allein auf einer einsamen Insel würden diese Betroffenen sich nach einer irreversiblen geschlechts­angleichenden Genital-OP sehnen. Für diese Gruppe von Betroffenen - wegen des vordringli­chen Leidens am eigenen Genital, „Sex“ „Transsexuelle“ (kurz TS) genannt ist die „kleine Lösung“ nur ein Schritt zur Linderung auf dem Weg zur so genannten „großen Lösung“ mit geschlechtsan­gleichender Genital-OP und daran anschließender Personenstandsänderung. Nur diese Kombination erlaubt ein Leben nicht nur in der Rolle, sondern in der

Gesamtper­sönlichkeit des bewussten Geschlechts.

Die REALO SHG erkennt durchaus an, dass auch die Transgender unter einem erheblichen Leidensdruck stehen. Das aktuelle Transssexuellengesetz (TSG) mit der kleinen Lösung bietet hier aber hinreichende Hilfe und Regelung – auch, wenn man das vielleicht besser im Rahmen eines TGG (Trans-Gender-Gesetzes) regeln sollte.

Allerdings sieht die REALO SHG in Transgendern eine Abweichung von der Dualität der Geschlech­ter. Diese Dualität wird von der REALO SHG aber nicht nur anerkannt und akzep­tiert, sondern auch ausdrücklich betont.

Deshalb lehnt die REALO SHG auch - im Gegensatz zu einigen öffentlichkeitswirksamen In­teressengruppen - eine Personenstandsänderung ohne (bestmögliche) geschlechtsanglei­chende Genital-OP ab.

Die REALO SHG geht im Prinzip sogar noch weiter und fordert eine bestmögliche Anglei­chung des Körpers an das bewusste Geschlecht. Das bedeutet in vielen Fällen auch Brust-OPs, gesichtsfeminisierende OPs und in Einzelfällen noch weitere OPs. Ein unfreiwil­liges „outing“ erfolgt nämlich in den meisten Fällen nicht aufgrund von Papieren und Dokumenten sondern über eine mangelhafte Angleichung.

Dass einige Interessengruppen der Transgender lautstark von „Kastrationszwang“ oder "OP-Zwang" in Verbindung mit der Personenstandsänderung sprechen, pervertiert die Situation und ignoriert die Dualität der Geschlechter. Gleichzeitig missachtet es den Leidensdruck der Transsexuellen. Für Transsexuelle ist die genitalangleichende OP eine Erlösung.

Das Transssexuellengesetz (TSG) in der aktuellen Fassung ist vielleicht in der „Prozessgestal­tung“ renovie­rungsbedürftig und ausbaufähig, die Ziele, Inhalte und Zusammenhänge werden von der REALO SHG aber ausdrücklich unterstützt.

Weiterhin findet die REALO SHG eine Vermischung der Ziele der Interessengruppen von Schwulen und Lesben mit denBedürfnissen von Transsexuellen unangebracht, da die Affinität zu Angehörigen eines gewissen Geschlechts a priori unabhängig vom Be­wusstsein des eigenen Geschlechts ist.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass die Interessengruppen der Transgender - ähnlich denen der Schwulen und Lesben - im Gegensatz zu den Transsexuellen von der Öffentlich­keit wahrscheinlich stärker wahrgenommen werden. Das hängt ursächlich an dem - oftmals sehr erfolgreichen - Bestreben der Transsexuellen, im Alltag bzgl. der eigenen Historie unerkannt zu bleiben. Damit ist auch ein öffentliches Bekenntnis zur eigenen Vergan­genheit kontraproduktiv; Transsexuelle sind nicht exhibitionistisch veranlagt, das würde alle vorange­gangenen

Teilerfolge der Anglei­chung zerstören.

Deshalb ist die REALO-SHG im besonderen Maße geeignet, die Betroffenen zu vertre­ten, und wir bitten um freundlicheBeachtung unserer Stellungnahmen.

Wenn diese Stellungnahme  hilft, die Bedürfnisse einer schweigenden großen Minderheit von Transsexuellen stellvertretend aus zu sprechen und klar zu machen, dann hat die REALO-SHG einen kleinen Beitrag zur Leidensminimierung und zur öffentlichen Bewusst­seinsbildung geleistet.

gez. REALO-SHG)



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Transsexuelle im  sportlichen Wettkampf -
fair oder unfair ?


Quelle: Laufmagazin SPIRIDON 04/2014

Die ganze Diskussion im SPIRIDON und die Leserbrief-Stellungnahme von REALO seht Ihr hier:

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Andere Info-Quellen:


Transsexuellengesetz (TSG)

www.buzer.de/gesetz/6253/index.htm

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