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Dorothea

Erfahren

Erfahren

1

Sonntag, 16. Juni 2013, 20:01

Trauer um Julia Wernicke

Ich trauere mit den Eltern: http://trauer.rp-online.de/27818391 - schade, dass sie gemobbt wurde und transphobe Menschen ihr das Leben schwer gemacht haben...
bei TS: ICD Q statt ICD F - jetzt!

AnniAusMuc

unregistriert

2

Sonntag, 16. Juni 2013, 23:34

Das ist wirklich schrecklich, die armen Eltern, es muss so schrecklich sein wenn das eigene Kind nicht mehr leben will.
Weiss man denn genaueres über die Gründe?

Nyara

Beteiligt

Beiträge: 501

Wohnort: Die Matrix ;)

Beteiligt

3

Montag, 17. Juni 2013, 03:24

Die Eltern tun mir nur Bedingt leid. Die Kommentatoren auch nur bedingt. Mir tut die verstorbene leid. Ich hab auch sowas auch erlebt und mich fast umgebracht, niemand sollte erwarten das jeder das aushällt. Naja ruhe in frieden.

Die Anzeige wirkt auf mich völlig respektlos ebenso die Kommentare. Nachdem man schon sein leben deswegen gelassen hat dann ist sowas einfach nur daneben. Ich würd jedem alle Schande wünschen, der dies bei meinem Tod erwähnen würde. Nach all dem Kämpfen fürs eigene Glückk den man verloren hat.

leandro

Neu dabei

Neu dabei

4

Sonntag, 21. Juli 2013, 22:19

"leid tun" ist ja wohl sowieso die falsche aussage...immer wenn ein mensch den Freitod wählt ist dies einfach nur traurig...ich weiss selbst was es heisst äusserst depressiv zu sein...es gab eine sehr lange zeit, fast 10 jahre in meinem leben, wo ich teilweise jeden tag daran gedacht habe dass ich morgen nicht mehr da bin...
die ganzen mobber, quäler,saddisten, so nenne ich die mal...die kennen das gefühl nicht das in jemandes seele herrscht, diese absolute grauenhafte gefühl verbunden mit dieser leere...eben dieses gefühl das keiner aushält und sich nur noch die ewige Dunkelheit wünscht...

besonders in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter wo ein leben noch voller leidenschafft sein sollte, gibt es oft menschen die es einfach nicht mehr aushalten. deshalb frage ich mich immer warum die Menschheit nicht einzelne Individuen als das aktzeptieren können was sie sind oder gerne sein möchten oder eben was sie nicht sind und nie waren.

man denkt immer kinder seien grausam, aber Julia musste mit 20 jahren immer noch erleben wie es ist fertiggemacht zu werden und zwar für etwas, wofür sie keine schuld trägt. gerade für etwas das einen menschen sein leben lang beuteln kann. Julia hat den schritt nach vorne gewagt, was viele nicht tun weil sie zu feige sind und musste nun den höchsten preis dafür bezahlen. viele menschen wollen das leid in der welt lindern und machen dies und das, aber wenn jemand wie Julia hilfe braucht schauen sie weg, lachen darüber oder nehmen es einfach nicht ernst. es ist wichig, aber man muss nicht (nur) um die halbe welt reisen um einem menschen in not zu helfen.

manche menschen im Umfeld von Julia würden darauf sagen, genau so sei es, aber Julia haben sie vergessen. andere wiederum würden sagen, die hätten eh nichts tun können und basta! wobei genau in diesem Moment hätte es vielleicht nur so wenig gebraucht und dieses MÄDCHEN würde noch leben. vielleicht ein paar liebe worte, ein lächeln oder einfach nur ihr das gefühl zu geben "es ist ok wie du bist, wir lieben dich umso mehr, du wirst das schaffen, wir sind bei dir und mit dir" hätten ein menschen leben retten können. das traurigste daran ist, ich rede hier von etwas das nichts kostet und einfach selbstverständlich sein muss ( nicht sollte).

nach 21 Jahrhunderten hat der mensch soviel erreicht, doch was nützt es uns zum Mond fliegen zu können und all diese Technik, wenn wir es nicht schaffen uns als menschen gegenseitig so zu aktzeptieren und zu lieben, wie wir sind und wie wir sein wollen...
für viele menschen mag Julia nur irgendeine Person auf der welt gewesen sein, aber für alle die sie geliebt haben war sie die welt, für jene ist ihr Tod als würde die ganze welt sterben.

es mag nur ein kleiner trost sein, aber ich glaube an Gerechtigkeit und nicht an ende nach dem leben hier...Julia lebt ewig, nicht nur in den herzen derer die um sie trauern und sie nie vergessen...

was mich am meisten schmerzt ist das sie bereits so jung keinen Ausweg mehr gesehen hat...all dies schöne das sie nicht mehr erleben darf oder auch nie durfte...
dabei gibt es immer einen weg, wenn auch ein steiniger...irgendwo und irgendwie geht's immer wieder weiter...hab es selber so erlebt...umso schöner kann es werden... es gibt tage an denen lebt man nur um zu leben an anderen lebt man wirklich...sein eigenes glück finden, das mag der sinn des leben sein...
was ist es schon wert um das man nicht kämpfen muss...