VOLLSTÄNDIGE Geschlechtsangleichung (FFS)

Das wichtigste sekundäre Geschlechtsmerkmal ist das Gesicht und dort nicht etwa Details, sondern der Aufbau des Schädel- und Gesichtsknochens (vgl. Kindchenschema). Es gibt Ärzte die hier gezielt helfen (FFS) und eben diese Form verändern.

Fragt man nach den Gründen, warum eine ganzheitliche Behandlung für Menschen im falschen Körper, nämlich Angleichung primärer UND sekundärer Geschlechtsmerkmale so vehement abgelehnt und auf eine Stufe mit SchönheitsOPs gestellt werden, fällt einem eines ins Auge.

Kostengründe können es nicht sein, denn erstens ist die Art der Behandlung klar definiert; es kann keine Folgewirkungen geben, denn es geht um Veränderung des Schädel- und der Gesichtsknochen und nicht um Tränensäcke, Lifting, etc. und zweitens ist die Zahl der TS-Fälle in Deutschland viel zu gering.

Nein es ist eine Unsicherheit von verschiedenen Seiten: 

1. Die Betroffenen selbst. Sie lehnen diese Behandlung für sich oft ab, weil sie es nicht ertragen können sich so stark zu verändern. In diesem Fall sollten sie es nicht machen, denn sie sind mit sich und ihrer Optik im reinen. 

2. Die Umwelt.

Beim näheren Umfeld ist es mehr die Tatsache, daß der Mensch sich grundsätzlich mit Veränderungen schwer tut und alles erstmal lieber so lässt wie es ist. Besonders wenn Zuneigung eine Rolle spielt. Hier gibt es normalerweise eine unbewußte Tendenz zum Abwiegeln. "Du siehst doch sehr weiblich aus." Obwohl das objektiv falsch sein kann. Denn auch Gewohnheit ist ein Wahrnehmungsfilter.

Beim erweiterten Umfeld kommt insbesondere bei Männern eine homophobe Urangst dazu. Man(n) könnte ja auf eine operierte TS "hereinfallen" und möglicherweise sogar mit ihr Sex haben der - noch schlimmer - sogar Spaß macht und nicht merken, dass sie früher einen männlichen Körper hatte. Da fühlt man sich sicherer, wenn es für Mann offensichtlicher ist. 

Aber auch Frauen sind nicht wie man oft glaubt immer aufgeschlossen. Im Gegenteil herrschen hier zum Teil Neidereien gegenüber Betroffenen vor; oft können gerade sie es nicht ertragen die "neuen Frauen" als solche zu akzeptieren. Auch das Selbstbewußtsein dieser irritiert sie. Diese Problematik gibt es vor allem bei den Frauen, die sich nur über ihre Weiblichkeit oder gar Mutterrolle definieren.

Egal aus welchem Motiv ist der unbewußte Wunsch klar: Man möchte, daß TS sichtbar bleiben. Das ist neben einer generellen Genitalfixierung  der eigentliche Grund, warum sich die derzeitige Angleichung auf den Genital beschränkt. Wobei ich persönlich das als miserable Kurpfuscherei betrachtet. Damit stehe ich nicht allein, denn das wird von thailändischen und amerikanischen Ärzten ganz genauso gesehen. Auch dort stößt auf Unverständnis wie man so eine mangelhafte Behandlung machen kann.

Die Stümperangleichung ist Stigmatisierung und erzeugt hohe soziale Kosten. Psychiatrische Behandlung bis zum Lebensende um die Sichtbarkeit zu verarbeiten und in vielen Fällen Dauerarbeitslosigkeit.

Die Teilbehandlung ist menschenverachtend und für uns Betroffene im Ergebnis das gleiche wie das Aufnähen eines Judensterns, wenn auch mit weniger schlimmen Konsequenzen.




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Transsexuelle im  sportlichen Wettkampf -
fair oder unfair ?


Quelle: Laufmagazin SPIRIDON 04/2014

Die ganze Diskussion im SPIRIDON und die Leserbrief-Stellungnahme von REALO seht Ihr hier:

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Andere Info-Quellen:


Transsexuellengesetz (TSG)

www.buzer.de/gesetz/6253/index.htm

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